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Sicherheit geht vor!

Siemens Gamesa

Sicherheit geht vor!

Irgendwas ist ja immer! Dazu gehören auch Betriebsunfälle und die gibt es in den unterschiedlichsten Formen. Das kann bei kleinen Stich- und Schnittverletzungen beginnen und bis zu schweren Verletzungen durch Stürze, Feuer oder alle Arten von Unfällen reichen. Vermeiden möchte diese "Unfälle" jeder gern, denn jedes noch so kleine Vorkommnis ist mit viel Bürokratie und immer mit einem Arztbesuch im Krankenhaus verbunden. In großen Betrieben mit mehreren hunderten Mitarbeitenden sind kleine Verletzungen nahezu an der Tagesordnung.

Die Abteilung "Finish" von Siemens Gamesa in Cuxhaven stellte sich im vergangenen Jahr selbständig die Herausforderung, ein Jahr lang keinen einzigen Betriebsunfall zu verursachen - das ist mal eine amtliche Aufgabe! Die beiden Werkstattleiter Marc Vagts und Christian Thiel haben sich zwar viel vorgenommen, aber auch enorm viel dafür getan diese "Nullrunde" zu schaffen. Das ist der gesamten Abteilung gelungen. Mit Stolz über die Bewältigung dieser Mammutaufgabe traten die beiden damit der Geschäftsführung gegenüber. So viel Engagement einer ganzen Abteilung müsse doch irgendwie belohnt werden. Sie baten die Geschäftsführung um die enorme Summe von 5.000 Euro.  Die Belegschaft hatte sich derweil bereits überlegt das Geld nicht für sich selbst verwenden zu wollen, sondern etwas Gutes zu bewirken. Der mitarbeitende Elektriker Erkan Girisit hatte sich schon mal im Netz dazu belesen, was es hier in der Umgebung denn so gibt und ist dabei praktisch über die Website des Kinderhospizes gestolpert. Die Idee fand ausnahmslos Zustimmung und zwar nicht nur in der Abteilung sondern auch bei der Geschäftsführung, die diese bereits hohe Summe auf fantastische 10.000 Euro verdoppelte. Die Kollegin Sarah Omairat nahm schnell den Kontakt auf und organisierte einen Besuch im Hospiz.

Schwer bewaffnet mit einem 10.000 Euro Check, vielen Fragen und einer Menge Zeit und kamen die beiden Werkstattleiter mit dem Ideengeber und ihren KollegInnen Heinrich Usbek, Sarah Omairat und Luisa Heskamp am vergangenen Freitag zu uns ins Kinderhospiz. Am Ende des Besuches waren alle gleichermaßen beeindruckt von der Arbeit aber auch dem breiten Feld an Leistungen die hier erbracht werden. "So haben wir uns das hier alles nicht vorgestellt, das ist ja unglaublich farbenfroh und so schön hier. Wir hatten schon alle ein wenig Bauchschmerzen herzukommen." so Werkstattleiter Thiel. "Diese Freude und diese Leidenschaft spürt man überall und die Vorstellung in unseren Köpfen war eigentlich völlig falsch." ergänzte sein Kollege Marc Vagts nach einer ausgedehnten Führung durch die Räume. Franziska Schwedler, Katrin Ujvari und Azize Subasic vom Vorstand begleiteten die Gruppe zusammen mit den Koordinatorinnen Stina Berndt und Martina Willner und räumten kräftig auf mit den falschen Vorstellungen in den Köpfen.

Wir freuen uns sooooo sehr über diese riesige Spende, Euren Erfolg in der Vermeidung aller Betriebsunfälle und besonders über den Satz mit dem Ihr unsere Einrichtung verlassen habt: "Wir sehen uns wieder - das war ganz sicher nicht unser letzter Besuch hier." so die beiden Werkstattleiter im Chor mit ihren KollegInnen.